Merlot Weinwissen

 

Merlot ist eine der weltweit verbreitetsten Rebsorten für Rotwein und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Die Sorte ist bekannt für ihre kräftigen, fruchtbetonten Weine und ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Standorte.


Rebsorte Merlot 

Wuchs und Standort
Merlot ist starkwüchsig und bevorzugt tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung. Die Sorte treibt früh aus und ist dadurch maifrostgefährdet, zeigt sich jedoch wenig empfindlich gegenüber Winterfrost. In kühleren Lagen kann es bei ungünstiger Witterung zur Verrieselung kommen. Mit zunehmender Reife baut Merlot die Säure vergleichsweise schnell ab.

Triebe und Blätter
Die Triebspitzen sind behaart und zeigen häufig einen dunkelroten Rand. Junge Blätter sind weißflaumig und wenig gebuchtet, später entwickeln sich große, drei- bis fünflappige Blätter. Diese sind dunkelgrün, unregelmäßig gezähnt und leicht blasig, die Stielbucht ist offen und U-förmig.

Trauben und Beeren
Merlot bildet mittelgroße, teils geschulterte Trauben mit lockerem Beerenstand. Die Beeren sind rund, mittelgroß, dunkelblau und dünnhäutig. Das Traubenfleisch ist saftig und fruchtbetont.

Bedeutung und Verbreitung
Merlot gehört weltweit zu den am häufigsten angebauten Rebsorten für Rotwein. In Deutschland hat der Anbau in den letzten Jahren deutlich zugenommen und umfasst inzwischen rund 500 Hektar Rebfläche, überwiegend in der Pfalz.

Merlot als Wein
Aus Merlot entstehen meist dunkelrubinrote, kräftige Rotweine mit weicher Struktur und fruchtigen Aromen. Die Sorte eignet sich gut für den Ausbau im Holzfass.