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  • Weinsalz selber machen – einfaches Rezept mit Rotwein oder Weißwein

    20. Aug 2026

    Weinsalz verbindet grobes Salz mit den Aromen von Wein und lässt sich mit wenigen Zutaten ganz einfach zu Hause herstellen. Je nachdem, welchen Wein du verwendest, entsteht Rotweinsalz, Weißweinsalz oder sogar ein Weinsalz aus Rosé.

    Hier zeigen wir dir, wie du Weinsalz selber machen kannst, welcher Wein sich dafür eignet, wie du es richtig trocknest und wofür du dein selbst gemachtes Weinsalz anschließend verwenden kannst.

    Was ist Weinsalz?

    Weinsalz ist ein aromatisiertes Salz, das aus Salz und Wein hergestellt wird. Der Wein wird mit dem Salz vermischt und anschließend wieder getrocknet. Zurück bleiben neben dem Salz Bestandteile des Weins, die Farbe und Geschmack beeinflussen können.

    Besonders auffällig ist Rotweinsalz, das je nach verwendetem Wein eine kräftige rötliche bis violette Färbung annehmen kann. Weißweinsalz bleibt optisch wesentlich heller und wirkt deshalb ganz anders, obwohl das Herstellungsprinzip dasselbe ist.

    Weinsalz selber machen: Was brauchst du?

    Für ein einfaches Weinsalz benötigst du nur zwei Grundzutaten:

    • 250 g grobes Meersalz
    • etwa 50 bis 60 ml Rotwein, Weißwein oder Roséwein

    Optional kannst du das Salz später mit getrockneten Kräutern oder Gewürzen ergänzen. Für den ersten Versuch würde ich es allerdings bei Wein und Salz belassen. So kannst du besser beurteilen, welchen Charakter der verwendete Wein tatsächlich mitbringt.

    Welcher Wein eignet sich für Weinsalz?

    Grundsätzlich kannst du Rotwein, Weißwein oder Rosé verwenden. Und auch hier gilt: Der Wein muss keineswegs trocken sein. Ein lieblicher oder süßer Wein kann dem Salz einen ganz anderen Charakter geben. Probieren ist ausdrücklich erlaubt.

    Wichtiger als die Geschmacksrichtung ist, dass du einen Wein verwendest, der dir selbst gefällt. Ein besonders teurer Wein ist dafür nicht notwendig – ein guter Wein ist aber auch für die Küche die bessere Wahl als eine Flasche, die schon im Glas nicht überzeugt.

    Wenn du einen kräftigen Farbton möchtest, bietet sich ein farbintensiver Rotwein an. Für ein helleres Weinsalz kannst du mit verschiedenen trockenen Weißweinen experimentieren. Auch liebliche Weißweine oder süße Weißweine sind einen Versuch wert.

    Eine angebrochene Flasche, von der nach dem Essen etwas übrig geblieben ist, lässt sich auf diese Weise ebenfalls sinnvoll weiterverwenden. Einen fehlerhaften oder verdorbenen Wein solltest du dagegen nicht für Weinsalz verwenden.

    Weinsalz selber machen: Schritt für Schritt

    1. Salz vorbereiten: Gib das grobe Meersalz in eine Schüssel.
    2. Wein dazugeben: Gib den Wein nach und nach zum Salz und vermische beides gründlich. Das Salz soll den Wein aufnehmen, aber nicht in Flüssigkeit schwimmen.
    3. Mischung verteilen: Verteile das feuchte Weinsalz möglichst gleichmäßig und dünn auf einem mit Backpapier belegten Backblech.
    4. Weinsalz trocknen: Lass das Salz vollständig trocknen. Dabei solltest du es zwischendurch auflockern, damit keine großen Klumpen entstehen.
    5. Zerkleinern: Ist das Salz vollständig trocken, kannst du größere Stücke mit einem Mörser oder einer geeigneten Mühle auf die gewünschte Körnung bringen.
    6. Abfüllen: Fülle das fertige Weinsalz in ein sauberes, trockenes und gut verschließbares Glas.

    Wie trocknet man Weinsalz?

    Das Trocknen ist einer der wichtigsten Schritte bei der Herstellung. Das Salz sollte am Ende wirklich trocken sein, bevor du es in ein geschlossenes Gefäß füllst.

    Du kannst das Weinsalz an der Luft trocknen lassen. Verteile es dafür möglichst dünn und wende beziehungsweise lockere es regelmäßig auf. Das dauert länger, ist aber unkompliziert.

    Alternativ kannst du es bei niedriger Temperatur im Backofen trocknen. Die genaue Dauer hängt davon ab, wie feucht die Mischung ist und wie dünn du sie verteilt hast. Kontrolliere deshalb regelmäßig, ob das Salz bereits vollständig trocken ist, anstatt dich ausschließlich nach einer festen Zeitangabe zu richten.

    Rotweinsalz selber machen

    Für Rotweinsalz kannst du mit ganz unterschiedlichen Rotweinen experimentieren. Besonders interessant ist dabei die Farbe: Je nach Rebsorte und Wein kann das Salz nach dem Trocknen unterschiedliche Rot-, Violett- oder Purpurtöne zeigen.

    Wenn du ein besonders farbintensives Rotweinsalz ausprobieren möchtest, ist Dunkelfelder spannend. Die Rebsorte ist für ihre intensive Farbe bekannt. Unser Dunkelfelder halbtrocken 2024 wäre deshalb ein interessanter Kandidat für ein kräftig gefärbtes Weinsalz.

    Natürlich kannst du auch einen anderen Wein verwenden. Hier findest du unsere trockenen Rotweine, lieblichen Rotweine und süßen Rotweine. Gerade beim Selbermachen lohnt es sich auszuprobieren, wie unterschiedlich Farbe und Geschmack des fertigen Salzes werden.

    Rotweinsalz eignet sich beispielsweise zum Würzen von kräftigen Gemüsegerichten, Kartoffeln, Pasta, Saucen oder Fleischgerichten.

    Weißweinsalz selber machen

    Weißweinsalz wird nach demselben Prinzip hergestellt. Statt Rotwein verwendest du einfach einen Weißwein, der dir geschmacklich gefällt.

    Das Ergebnis ist optisch zurückhaltender als bei Rotweinsalz. Gerade deshalb können die geschmacklichen Unterschiede besonders interessant sein. Ein Riesling bringt einen anderen Charakter mit als ein Grauburgunder.

    Für einen ersten Versuch kannst du beispielsweise unseren Riesling trocken 2025 verwenden. Wenn du es etwas kräftiger und anders ausprobieren möchtest, kommt auch unser Grauburgunder trocken 2022 infrage.

    Weißweinsalz kannst du beispielsweise zu Gemüse, Fischgerichten, hellen Saucen, Kartoffeln, Risotto oder Salaten verwenden.

    Weinsalz mit Kräutern selber machen

    Wenn du dein Grundrezept kennst, kannst du mit weiteren Zutaten experimentieren. Rosmarin und Thymian passen beispielsweise wunderbar zu mediterranen Gerichten. Auch andere getrocknete Kräuter und Gewürze können dem Weinsalz eine ganz eigene Richtung geben.

    Wichtig ist, dass auch zusätzliche Zutaten trocken sind, bevor du das fertige Salz lagerst. Frische Kräuter bringen zusätzliche Feuchtigkeit mit und sind deshalb für ein lange aufzubewahrendes Würzsalz weniger unkompliziert als getrocknete Kräuter.

    Wofür wird Weinsalz verwendet?

    Weinsalz kannst du grundsätzlich ähnlich wie anderes Würzsalz verwenden. Besonders interessant ist es als Finish, wenn sein Geschmack nicht durch langes Kochen in den Hintergrund treten soll.

    • zu Kartoffeln und Ofengemüse
    • zu Pasta und Risotto
    • für Salate und Dressings
    • zum Abschmecken von Saucen
    • zu Fleisch oder Fisch
    • zu Pilzen und veganen Gerichten
    • als Finish für gegrilltes oder mediterranes Gemüse

    Welche Variante am besten passt, hängt vom verwendeten Wein und vom Gericht ab. Ein Rotweinsalz aus Dunkelfelder kann beispielsweise zu kräftigen Pilz- oder Gemüsegerichten interessant sein, während ein Riesling-Weinsalz eine ganz andere Richtung einschlägt.

    Wenn du Wein gerne auch direkt beim Kochen einsetzt, findest du in unserem Beitrag Kochen mit Wein: Welcher Wein passt zu welchem Gericht? viele weitere Ideen für Saucen, Risotto, mediterrane und vegane Gerichte.

    Wie lange ist Weinsalz haltbar?

    Entscheidend für die Aufbewahrung ist vor allem, dass dein Weinsalz vollständig getrocknet wurde. Feuchtigkeit gehört nicht in das Vorratsglas.

    Bewahre das fertige Salz trocken und gut verschlossen auf. Verwende immer einen trockenen Löffel und achte darauf, dass keine Feuchtigkeit in das Gefäß gelangt.

    Bei selbst gemachten Lebensmitteln würde ich trotzdem kein pauschales Mindesthaltbarkeitsdatum versprechen. Geruch, Aussehen und Beschaffenheit solltest du vor der Verwendung immer kontrollieren.

    Was kann man mit übrig gebliebenem Wein machen?

    Weinsalz ist eine schöne Möglichkeit, eine kleine Menge übrig gebliebenen Wein noch zu verwenden. Gerade für das Rezept brauchst du keine ganze Flasche.

    Aus einem Weinrest lässt sich aber noch einiges mehr machen. Du kannst damit eine Sauce verfeinern, Gemüse oder Risotto ablöschen oder daraus etwas völlig Neues herstellen. Wenn du gerne selbst ausprobierst, lies auch unseren Beitrag Weinessig selber machen – so wird aus Wein Essig.

    Eine weitere Idee ist Weingelee selber machen. So führen manchmal schon die letzten Schlucke einer Flasche zum nächsten Küchenexperiment.

    Weinsalz selber machen: kurz zusammengefasst

    Weinsalz selber zu machen ist unkompliziert: Du brauchst im Grunde nur grobes Meersalz, etwas Wein und genügend Zeit zum Trocknen. Mit einem farbintensiven Rotwein entsteht ein auffälliges Rotweinsalz, mit Weißwein eine hellere Variante. Trocken, lieblich oder süß – welchen Wein du dafür verwendest, darfst du nach deinem eigenen Geschmack entscheiden.

    Und vielleicht ist das Beste an der Sache: Du brauchst nur einen kleinen Teil der Flasche für das Salz. Den übrigen Wein kannst du einfach zum Essen genießen.


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