Veganer Rotweinkuchen – einfaches Rezept ohne Ei und Butter
Veganer Rotweinkuchen – einfaches Rezept ohne Ei und Butter
Ein guter Rotweinkuchen braucht weder Eier noch Butter. Unser veganer Rotweinkuchen wird mit Pflanzenmilch, neutralem Pflanzenöl und 200 g Rotwein gebacken. Die Zubereitung ist erstaunlich unkompliziert: Erst werden alle trockenen Zutaten vermischt, dann kommen die flüssigen Zutaten auf einmal dazu. Kurz verrühren, ab in die Form und den Rest erledigt der Backofen.
Und beim Rotwein machen wir keine Ausnahme, nur weil er im Kuchenteig landet. Ein guter Wein ist gerade gut genug zum Backen – und was von der Flasche übrig bleibt, kannst du später zum Essen oder zum Kuchen ins Glas geben.
Welcher Rotwein eignet sich für veganen Rotweinkuchen?
Für einen Rotweinkuchen darf der Wein durchaus Charakter haben. Dunkle Farbe, Beeren, Kirsche oder rote Früchte passen hervorragend zu einem Kuchen mit Kakao. Verwende deshalb nicht irgendeinen sogenannten Kochwein, sondern einen Rotwein, der dir auch im Glas schmeckt.
Unser Dornfelder trocken ist mit seinen Beerentönen eine sehr passende Wahl für Rotweinkuchen. Wer es klassischer mag, kann zum Spätburgunder trocken greifen.
Eine weitere interessante Variante ist unser Merlot trocken mit roten Früchten und Beeren. Besonders gut zu einem dunklen Kuchen passt auch der Regent trocken mit seinen Kirschtönen.
Wenn du dich erst einmal umsehen möchtest, findest du hier unsere Auswahl an trockenen Rotweinen direkt vom Weingut.
Veganer Rotweinkuchen: Zutaten
- 600 g Mehl
- 300 g Zucker
- 1 Päckchen Backpulver
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 1/4 TL Salz
- 2 EL Kakaopulver
- 1 TL Zimt
- 200 g Pflanzenmilch
- 200 g trockener Rotwein
- 200 g neutrales Pflanzenöl, zum Beispiel Rapsöl
- Etwas Pflanzenfett oder Öl für die Backform
- Semmelbrösel für die Backform
Veganen Rotweinkuchen backen – so geht es
- Backofen vorheizen: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
- Backform vorbereiten: Fette die Backform sorgfältig ein. Gib anschließend Semmelbrösel hinein und verteile sie durch Drehen und Schwenken der Form an Boden und Rand. Überschüssige Brösel kannst du ausklopfen.
- Trockene Zutaten mischen: Gib Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Salz, Kakao und Zimt in eine große Rührschüssel und vermische alles gründlich miteinander.
- Flüssige Zutaten dazugeben: Gib Pflanzenmilch, Rotwein und das neutrale Pflanzenöl auf einmal zu den trockenen Zutaten.
- Nur kurz verrühren: Vermische alles nur so lange, bis die Zutaten verbunden sind und keine größeren trockenen Mehlstellen mehr vorhanden sind. Der Teig muss nicht minutenlang gerührt werden – unnötig langes Rühren solltest du vermeiden.
- Teig einfüllen: Gib den Teig in die vorbereitete Backform und verteile ihn gleichmäßig.
- Rotweinkuchen backen: Backe den veganen Rotweinkuchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 70 Minuten.
- Stäbchenprobe machen: Prüfe gegen Ende der Backzeit an einer dickeren Stelle des Kuchens mit einem Holzstäbchen, ob er durchgebacken ist. Haftet noch feuchter Teig daran, gib ihm noch etwas Zeit.
- In der Form abkühlen lassen: Lass den Kuchen nach dem Backen zunächst ziemlich weit in der Form abkühlen. Danach kannst du ihn vorsichtig stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Warum wird der vegane Rotweinkuchen mit Öl gebacken?
In diesem Rezept übernimmt neutrales Pflanzenöl die Aufgabe, für die in klassischen Rührkuchen häufig Butter verwendet wird. Rapsöl eignet sich dafür besonders gut, weil sein Eigengeschmack zurückhaltend ist und Rotwein, Kakao und Zimt im Vordergrund bleiben.
Olivenöl würde ich für dieses Rezept nur verwenden, wenn du seinen charakteristischen Geschmack ausdrücklich im Kuchen haben möchtest. Für die klassische Variante ist ein neutrales Pflanzenöl die unkompliziertere Wahl.
Welche Pflanzenmilch eignet sich für Rotweinkuchen?
Du kannst beispielsweise Haferdrink, Sojadrink oder einen anderen Pflanzendrink verwenden, der sich zum Backen eignet. Wichtig ist vor allem, dass sein Eigengeschmack zum Kuchen passt. Ein stark aromatisierter Pflanzendrink kann das Ergebnis stärker beeinflussen als eine geschmacklich zurückhaltende Variante.
Warum sollte man den Teig nicht zu lange rühren?
Bei diesem Rezept ist weniger tatsächlich mehr. Sobald die flüssigen Zutaten zu Mehl und den übrigen trockenen Zutaten kommen, reicht es, alles miteinander zu vermischen, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist.
Du musst den veganen Rotweinkuchenteig nicht lange aufschlagen. Zu langes Rühren nach Zugabe des Mehls kann die Teigstruktur verändern. Deshalb: gründlich mischen, aber rechtzeitig aufhören.
Warum kommen Semmelbrösel in die Backform?
Die Semmelbrösel kommen nicht in den Kuchenteig, sondern auf die gut eingefettete Innenseite der Backform. Sie bilden dort eine dünne Schicht und helfen dabei, den fertig gebackenen Kuchen später aus der Form zu lösen.
Achte bei einem veganen Kuchen darauf, dass auch die verwendeten Semmelbrösel keine tierischen Zutaten enthalten.
Wie lange muss veganer Rotweinkuchen backen?
Bei 180 °C Ober-/Unterhitze braucht unser veganer Rotweinkuchen ungefähr 70 Minuten. Die tatsächliche Backzeit kann je nach Backofen und verwendeter Form etwas abweichen. Deshalb ist die Stäbchenprobe zuverlässiger als ein starrer Blick auf die Uhr.
Stich dafür gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen an einer dickeren Stelle in den Kuchen. Kommt es ohne feuchten Kuchenteig wieder heraus, ist der Kuchen fertig.
Warum sollte der Rotweinkuchen vor dem Stürzen abkühlen?
Auch wenn man nach 70 Minuten Backzeit endlich sehen möchte, ob der Kuchen gelungen ist: Gib ihm noch etwas Zeit. Frisch aus dem Ofen ist der Kuchen empfindlicher.
Lass ihn deshalb zunächst ziemlich weit in der Form abkühlen. Anschließend kannst du vorsichtig prüfen, ob sich die Ränder gut gelöst haben, und den Kuchen stürzen.
Ist veganer Rotweinkuchen automatisch alkoholfrei?
Nein. Vegan und alkoholfrei sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Dieses Rezept enthält 200 g Rotwein und damit zunächst auch Alkohol.
Beim Backen verdampft ein Teil des Alkohols, aber daraus folgt nicht, dass der fertige Rotweinkuchen garantiert keinen Alkohol mehr enthält. Wie viel verbleibt, hängt unter anderem von Backdauer, Temperatur, Kuchenform und Rezept ab.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie Alkohol überhaupt in Wein entsteht, findest du die Hintergründe in unserem Beitrag Alkohol im Wein: Wie entsteht er und wie kommt er rein?.
Kann ich auch übrig gebliebenen Rotwein verwenden?
Natürlich. Für den veganen Rotweinkuchen brauchst du nur 200 g Rotwein. Eine bereits geöffnete Flasche lässt sich dafür hervorragend verwenden, solange der Wein noch einwandfrei schmeckt und riecht.
Ein fehlerhafter Wein wird durch Mehl, Zucker und Backofen nicht plötzlich besser. Deshalb bleibt unsere Regel dieselbe: Verwende zum Kochen und Backen Wein, den du grundsätzlich auch trinken würdest.
Weitere Ideen für die Küche findest du in unserem Beitrag Wein zum Verfeinern von Soßen. Und wenn nur noch eine kleine Menge in der Flasche übrig ist, kannst du daraus sogar Weinsalz selber machen.
Vegan oder klassisch: Rotweinkuchen geht auf beide Arten
Dieser Rotweinkuchen kommt vollständig ohne Eier und Butter aus. Wenn du dagegen einen klassischen Rotweinkuchen backen möchtest, findest du hier unser Rotweinkuchen Rezept mit Ei und Butter.
Und wenn du noch Glühwein zu Hause hast, solltest du ihn nicht einfach gegen Rotwein austauschen, ohne das Rezept anzupassen. Glühwein bringt bereits Zucker und Gewürze mit. Dafür gibt es deshalb unser eigenes Rezept für veganen Glühweinkuchen.
Veganer Rotweinkuchen – unkompliziert und mit richtigem Rotwein
Mehl, Zucker und Gewürze mischen, Pflanzenmilch, Öl und Rotwein dazugeben, kurz verrühren und backen: Viel komplizierter muss ein veganer Rotweinkuchen nicht sein.
Beim Wein darfst du dagegen ruhig auswählen. Beeriger Dornfelder, klassischer Spätburgunder, Merlot mit roten Früchten und Beeren oder Regent mit Kirschtönen verändern den Charakter des Kuchens auf ihre eigene Art.
Und weil für den Kuchen nur 200 g gebraucht werden, bleibt von der Flasche noch etwas übrig. Genau so gefällt uns Kochen und Backen mit Wein: guten Wein in den Kuchen geben und denselben Wein anschließend dazu genießen.