Glühweinkuchen Rezept – saftiger Kuchen mit rotem oder weißem Glühwein
Glühweinkuchen Rezept – saftiger Kuchen mit rotem oder weißem Glühwein
Glühwein gehört nur in die Tasse? Ganz und gar nicht. Beim Backen bringt er Wein, Frucht und Gewürze gleich mit und macht aus einem klassischen Weinkuchen einen Kuchen mit ganz eigenem Charakter. Besonders praktisch: Viele Gewürze, die bei einem Rotweinkuchen einzeln in den Teig kommen, stecken im Glühwein bereits drin.
Für einen klassischen dunklen Glühweinkuchen kannst du roten Glühwein verwenden. Mit weißem Glühwein entsteht dagegen eine hellere Variante, die beispielsweise mit einer Zitronenglasur hervorragend harmoniert. Und natürlich ist Glühweinkuchen auch eine gute Idee, wenn nach einem gemütlichen Abend noch etwas Glühwein in der Flasche geblieben ist.
Welcher Glühwein eignet sich für Glühweinkuchen?
Beim Backen gilt für Glühwein dasselbe wie für Wein: Nimm keinen, den du geschmacklich eigentlich nicht magst. Ein Teil seines Charakters findet sich schließlich im fertigen Kuchen wieder. Gerade deshalb lohnt es sich, einen guten Winzerglühwein zu verwenden.
Je nachdem, welchen Glühwein du auswählst, kannst du den Kuchen geschmacklich in eine ganz andere Richtung bringen. Dunkel und würzig, etwas fruchtiger oder überraschend hell – aus einem Grundrezept werden so mehrere Varianten.
Dornfelder Glühwein für den klassischen dunklen Glühweinkuchen
Für einen klassischen Glühweinkuchen mit Kakao ist unser Dornfelder Glühwein eine besonders passende Wahl. Der dunkle Rotwein und die Glühweingewürze passen zu Kakao, Schokolade und den typischen winterlichen Backaromen.
Shiraz Glühwein für eine fruchtigere Variante
Wer den Kuchen etwas fruchtiger ausrichten möchte, kann unseren Shiraz Glühwein ausprobieren. Auch hier brauchst du nicht mit einer ganzen Reihe zusätzlicher Gewürze nachzuhelfen – der Glühwein bringt bereits seinen eigenen Geschmack mit.
Weißer Glühwein für hellen Glühweinkuchen
Glühweinkuchen muss überhaupt nicht dunkel sein. Unser weißer Winzerglühwein eröffnet eine ganz andere Richtung: Lass den Kakao weg und kombiniere den hellen Kuchen beispielsweise mit einer Zitronenglasur. So entsteht aus demselben Grundgedanken ein vollkommen anderer Kuchen.
Glühweinkuchen Rezept mit rotem Glühwein
Dieses Rezept orientiert sich am klassischen Rotweinkuchen. Da Glühwein bereits gesüßt und gewürzt ist, reduzieren wir gegenüber einem Rotweinkuchen sowohl den zusätzlichen Zucker als auch die Gewürze.
Zutaten
- 250 ml roter Glühwein
- 200 g Butter, zimmerwarm
- etwa 130 bis 140 g Zucker
- 4 Eier, Größe M
- 300 g Mehl
- 1 Päckchen Backpulver
- 2 EL Kakaopulver
- etwa 1/2 TL Zimt
- 1 Prise Salz
Wie viel Zucker tatsächlich ideal ist, hängt auch vom verwendeten Glühwein und deinem persönlichen Geschmack ab. Glühwein bringt bereits Zucker mit. Deshalb ist es nicht notwendig, einfach die Zuckermenge eines gewöhnlichen Rotweinkuchens zu übernehmen.
Glühweinkuchen selber backen – so geht es
- Backofen vorbereiten: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Gugelhupf-, Kasten- oder andere geeignete Kuchenform ein.
- Butter und Zucker verrühren: Schlage die zimmerwarme Butter mit dem Zucker cremig.
- Eier hinzufügen: Gib die Eier nacheinander dazu und verrühre alles gründlich.
- Trockene Zutaten mischen: Vermische Mehl, Backpulver, Kakao, Zimt und Salz miteinander.
- Glühwein einarbeiten: Gib die Mehlmischung und den Glühwein nach und nach zur Buttermasse und verrühre alles zu einem gleichmäßigen Teig.
- Backen: Fülle den Teig in die vorbereitete Form und backe den Glühweinkuchen etwa 45 bis 50 Minuten. Prüfe gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen durchgebacken ist.
- Abkühlen lassen: Lass den Kuchen zunächst etwas in der Form und anschließend vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen.
Warum braucht Glühweinkuchen weniger Gewürze?
Genau das ist einer der Vorteile beim Backen mit Glühwein. Ein fertiger Glühwein ist bereits gewürzt. Würdest du zusätzlich dieselbe Menge Zimt und weitere Gewürze wie bei einem normalen Rotweinkuchen verwenden, können die Gewürznoten schnell alles andere überdecken.
Deshalb starten wir lieber zurückhaltend. Bei unserem Rezept genügt etwa die halbe Menge Zimt eines vergleichbaren Rotweinkuchens. Je nachdem, wie intensiv dein Glühwein gewürzt ist, kannst du zusätzliche Gewürze sogar ganz weglassen.
Warum kann beim Glühweinkuchen weniger Zucker in den Teig?
Auch hier unterscheidet sich Glühwein von trockenem Rotwein: Glühwein ist bereits gesüßt. Diese Süße landet zusammen mit dem Wein im Kuchenteig.
Wir reduzieren deshalb die zusätzliche Zuckermenge gegenüber unserem klassischen Rotweinkuchen ungefähr um ein Drittel. Wer Kuchen ohnehin lieber weniger süß mag, kann vorsichtig noch weiter reduzieren. Ganz weglassen würde ich den Zucker jedoch nicht, denn Zucker beeinflusst beim Backen nicht nur den Geschmack, sondern auch Struktur und Bräunung.
Heller Glühweinkuchen mit weißem Glühwein und Zitronenglasur
Eine spannende Alternative zum dunklen Glühweinkuchen ist ein heller Kuchen mit weißem Glühwein. Dafür verwendest du weißen Winzerglühwein und lässt das Kakaopulver aus dem Grundrezept weg.
Besonders gut gefällt uns dazu eine einfache Zitronenglasur. Die Zitrone setzt einen frischen Gegenpunkt zum gewürzten Wein und macht aus dem klassischen Glühweinkuchen eine überraschend andere Variante.
Einfache Zitronenglasur
- 150 g Puderzucker
- etwa 2 bis 3 EL Zitronensaft
Gib den Zitronensaft nach und nach zum Puderzucker und verrühre beides, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Verteile die Glasur erst auf dem vollständig ausgekühlten Kuchen.
Glühweinkuchen mit Schokolade
Zu rotem Glühwein passt Schokolade besonders gut. Du kannst dem Teig zusätzlich gehackte Zartbitterschokolade oder Schokotropfen geben oder den ausgekühlten Kuchen mit einer Schokoladenglasur überziehen.
Gerade beim Dornfelder Glühwein ist die Verbindung von dunklem Kuchen, Kakao, Wein und Schokolade eine schöne Kombination. Wenn du es weniger üppig möchtest, reicht dagegen etwas Puderzucker vollkommen aus.
Ist nach dem Backen noch Alkohol im Glühweinkuchen?
Ja, davon solltest du ausgehen. Beim Backen verdampft zwar Alkohol, aber nicht zwangsläufig der gesamte Alkohol. Wie viel im fertigen Kuchen verbleibt, hängt unter anderem von Backzeit, Temperatur, Rezept, Form und Alkoholmenge ab.
Ein Glühweinkuchen mit alkoholhaltigem Glühwein sollte deshalb nicht einfach als alkoholfrei betrachtet werden. Allein das Erhitzen oder Backen garantiert nicht, dass der Alkohol vollständig verschwunden ist.
Kann man Glühweinkuchen auch mit übrig gebliebenem Glühwein backen?
Ja, und genau dafür eignet sich das Rezept hervorragend. Für unseren Kuchen brauchst du nur 250 ml. Wenn nach dem Öffnen einer Flasche noch Glühwein übrig ist, muss daraus also nicht zwingend noch eine weitere Tasse werden.
Natürlich sollte der Glühwein noch einwandfrei sein. Ein Getränk, das bereits deutlich verändert riecht oder schmeckt, gehört auch nicht mehr in einen Kuchen.
Kann man für Glühweinkuchen normalen Rotwein verwenden?
Grundsätzlich ja – dann backst du allerdings eher einen Rotweinkuchen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass normaler Rotwein die typische Würzung und zusätzliche Süße des Glühweins nicht mitbringt.
Wenn du lieber mit normalem Rotwein backen möchtest, findest du in unserem Rotweinkuchen Rezept die passende Variante und unsere Empfehlungen, welcher Rotwein sich dafür besonders gut eignet.
Glühwein ist viel zu schade nur für die Tasse
Ein guter Glühwein kann in der Küche deutlich mehr. Beim Glühweinkuchen übernimmt er gleich mehrere Aufgaben: Er bringt Weincharakter, Frucht, Würze und bereits etwas Süße in den Teig. Gerade deshalb lohnt es sich, das Rezept nicht einfach wie einen Rotweinkuchen zu behandeln, sondern Zucker und Gewürze entsprechend anzupassen.
Ob dunkler Kuchen mit Dornfelder Glühwein, eine fruchtigere Version mit Shiraz Glühwein oder heller Glühweinkuchen mit weißem Glühwein: Aus einer Flasche Glühwein können erstaunlich unterschiedliche Kuchen entstehen.
Und was nach dem Backen noch in der Flasche ist? Das passt hervorragend ins Glas zum Kuchen.